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33⅓ vs. 45 RPM bei Schallplatten: Klang, Laufzeit und Unterschiede erklärt

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33⅓ vs. 45 RPM bei Schallplatten: Klang, Laufzeit und Unterschiede erklärt

Die meisten LPs laufen mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute, Singles häufig mit 45. Audiophile Alben erscheinen aber ebenfalls als 45-RPM-Doppel-LP. Der Grund ist nicht nur Marketing: Die höhere Geschwindigkeit verändert die physikalischen Bedingungen beim Schneiden und Abspielen. Gleichzeitig sinkt die mögliche Spielzeit pro Seite.

Inhalt & Sprungmarken
  1. Warum 45 RPM technisch interessant sind
  2. Mögliche Vorteile von 45 RPM
  3. Der Nachteil: weniger Spielzeit pro Seite
  4. Warum 33⅓ RPM der LP-Standard sind
  5. Geschwindigkeit am Plattenspieler korrekt wählen
  6. 12-Zoll bedeutet nicht automatisch 33⅓
  7. Fazit

Warum 45 RPM technisch interessant sind

Bei höherer Drehzahl bewegt sich eine bestimmte Rillenpassage schneller unter der Nadel vorbei. Dadurch steigt die lineare Rillengeschwindigkeit. Besonders bei hohen Frequenzen und in den inneren Rillen kann das günstigere Bedingungen für die Abtastung schaffen.

Plattenspieler-Makro als Illustration für den Vergleich von 33 und 45 Umdrehungen pro Minute
45 RPM können mehr Reserven beim Schnitt bieten, benötigen für dasselbe Album aber mehr Plattenseiten.
Das spricht dafür

Mögliche Vorteile von 45 RPM

  • höhere lineare Geschwindigkeit der Rille,
  • mehr Spielraum für Pegel und Transienten beim Mastering,
  • potenziell geringere Verzerrungen bei anspruchsvollen Passagen,
  • mehr Platz pro Musikminute, wenn das Album auf zusätzliche Seiten verteilt wird.

Diese Vorteile entstehen allerdings nur, wenn das Mastering und der Schnitt sie auch nutzen. Eine beliebige 45-RPM-Ausgabe klingt nicht automatisch besser als eine sehr gute 33⅓-RPM-Pressung.

33⅓ vs. 45 RPM bei Schallplatten: Klang, Laufzeit und Unterschiede erklärt
Wichtig zu wissen

Der Nachteil: weniger Spielzeit pro Seite

Bei 45 RPM wird für dieselbe Musik mehr Rillenlänge benötigt. Ein Album, das auf eine einzelne 33⅓-RPM-LP passt, braucht als audiophile 45-RPM-Version häufig zwei LPs. Das bedeutet öfteres Umdrehen und meist einen höheren Preis.

Warum 33⅓ RPM der LP-Standard sind

33⅓ RPM sind ein guter Kompromiss aus Spielzeit, Rillengeschwindigkeit und Plattenfläche. Für typische Albumlängen lassen sich zwei Seiten nutzen, ohne dass ständig gewechselt werden muss. Gut gemasterte 33⅓-RPM-LPs können klanglich hervorragend sein.

Geschwindigkeit am Plattenspieler korrekt wählen

Die Drehzahl ist keine Geschmacksfrage. Eine 45-RPM-Platte auf 33⅓ klingt deutlich zu langsam und tiefer, umgekehrt zu schnell und höher. Wenn die Tonhöhe auch bei korrekt eingestellter Geschwindigkeit schwankt, hilft unser Ratgeber Plattenspieler leiert: Geschwindigkeit und Tonhöhe prüfen.

12-Zoll bedeutet nicht automatisch 33⅓

Auch große 12-Zoll-Scheiben können mit 45 RPM laufen. Umgekehrt existieren 7-Zoll-Veröffentlichungen in verschiedenen Geschwindigkeiten. Prüfe deshalb Label, Cover oder Einlaufrille, bevor du von der Größe auf die Drehzahl schließt.

Kurz zusammengefasst

Fazit

45 RPM bieten technisch mehr Spielraum, erkaufen ihn aber mit kürzerer Laufzeit pro Seite. Ob das hörbar besser klingt, hängt von der konkreten Ausgabe ab. Eine sorgfältig produzierte 33⅓-RPM-LP ist nicht automatisch im Nachteil.

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