Ein Messmikrofon macht aus subjektiven Vermutungen überprüfbare Hinweise. Room EQ Wizard (REW) und vergleichbare Software können Frequenzgang, Nachhall und zeitliche Eigenschaften sichtbar machen. Entscheidend ist aber nicht die Menge an Diagrammen, sondern eine saubere Messroutine.
Ratgeber
HiFi messen mit Messmikrofon und REW: die wichtigsten Grundlagen

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Was du brauchst
Für reproduzierbare Raummessungen ist ein kalibriertes Messmikrofon besonders praktisch. USB-Modelle vereinfachen die Verbindung zum Computer. Die passende Kalibrierdatei sollte zur konkreten Mikrofon-Seriennummer und zur vorgesehenen Ausrichtung passen.
Messposition korrekt wählen
Für die erste Analyse gehört das Mikrofon an den Hörplatz und ungefähr auf Ohrhöhe. Es sollte nicht auf einer Sofalehne liegen oder von einer Person in der Hand gehalten werden. Für Raumkorrektur sind anschließend mehrere Positionen in einem begrenzten Bereich rund um den Kopf sinnvoll.


Welche Ansichten zuerst sinnvoll sind
- Frequenzgang: zeigt Überhöhungen und Einbrüche.
- Impulse/Laufzeit: hilft bei zeitlicher Zuordnung und Delay.
- Wasserfall oder Spectrogramm: zeigt, wie lange Energie im Raum nachklingt.
- RT/Decay: kann Hinweise auf problematische Nachhallbereiche geben.
Glättung richtig verwenden
Eine ungeglättete Kurve enthält sehr viele schmale Details, die für Kauf- oder EQ-Entscheidungen nicht alle relevant sind. Moderate Glättung erleichtert die Betrachtung des Gesamtverlaufs. Für tiefe Bassmoden kann eine feinere Darstellung nützlich bleiben.
Fazit
REW ersetzt keine akustische Erfahrung, macht Änderungen aber vergleichbar. Wer Messposition, Kalibrierung und Pegel konstant hält, kann Aufstellung, Subwoofer-Integration und DSP wesentlich zielgerichteter optimieren.



