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Plattentellermatten im Vergleich: Filz, Gummi, Kork, Leder oder Acryl?

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Plattentellermatten im Vergleich: Filz, Gummi, Kork, Leder oder Acryl?

Plattentellermatten beeinflussen nicht nur die Optik. Sie bestimmen, wie die Schallplatte aufliegt, wie gut der Teller bedämpft wird und ob statische Aufladung oder anhaftende Matten im Alltag nerven. Einen universellen Sieger gibt es nicht: Material, Tellerkonstruktion und Bauhöhe müssen zusammenpassen.

Inhalt & Sprungmarken
  1. Filz: leicht und unkompliziert
  2. Gummi: viel Dämpfung und sicherer Halt
  3. Kork: leicht, griffig und beliebt als Alternative
  4. Leder: weich und optisch hochwertig
  5. Acryl: direkter Kontakt, aber nicht für jeden Teller
  6. Die Dicke ist wichtiger als viele denken
  7. Statik und Alltag
  8. Welche Matte passt?
  9. Fazit

Filz: leicht und unkompliziert

Filzmatten sind besonders bei DJ- und vielen HiFi-Plattenspielern verbreitet. Sie sind leicht und günstig, können sich aber statisch aufladen und beim Abheben der Platte mit hochkommen. Auf sehr resonanten Metalltellern dämpfen sie weniger als schwerere Materialien.

Verschiedene Plattentellermatten vor einem Plattenspieler
Material und Dicke der Matte sollten zur Tellerkonstruktion und Tonarmhöhe passen.

Gummi: viel Dämpfung und sicherer Halt

Gummimatten sind relativ schwer, rutschfest und dämpfen Metallteller gut. Sie gehören deshalb bei vielen Direkttrieblern zur Werksausstattung. Nachteil kann ein stärkeres Anhaften von Staub sein. Alte Gummimatten können außerdem hart oder wellig werden.

Plattentellermatten im Vergleich: Filz, Gummi, Kork, Leder oder Acryl?
Vergleich

Kork: leicht, griffig und beliebt als Alternative

Was du vergleichen solltestKork ist leichter als Gummi, bietet aber mehr Dämpfung als dünner Filz. Die Oberfläche ist griffig und neigt häufig weniger zum Mitkleben als Filz. Qualität und Ebenheit schwanken allerdings bei sehr günstigen Matten.

Leder: weich und optisch hochwertig

Ledermatten werden vor allem wegen Haptik und Dämpfung gewählt. Sie sollten vollkommen plan sein und dürfen keine stark strukturierte Oberfläche besitzen, die die Platte ungleichmäßig stützt.

Acryl: direkter Kontakt, aber nicht für jeden Teller

Bei Acrylplattentellern wird Vinyl oft direkt ohne zusätzliche Matte aufgelegt. Separate Acrylauflagen können ebenfalls funktionieren, verändern aber die Bauhöhe. Bei Tonarmen ohne Höhenverstellung kann dadurch der vertikale Spurwinkel verändert werden.

Die Dicke ist wichtiger als viele denken

Wechselst du beispielsweise von einer 3-mm-Gummimatte auf eine 1-mm-Filzmatte oder eine deutlich dickere Korkauflage, verändert sich die Höhe der Platte relativ zum Tonarm. Bei sensiblen Setups kann eine erneute Kontrolle der Tonarmhöhe sinnvoll sein.

Statik und Alltag

Wenn eine Matte regelmäßig an der Platte klebt, ist das nicht nur lästig. Es kann auf trockene Luft und Materialreibung hinweisen. Mehr dazu unter Schallplatten statisch aufgeladen.

Welche Matte passt?

MaterialStärkenMögliche Nachteile
Filzleicht, günstigStatik, geringe Dämpfung
Gummidämpfend, rutschfestschwerer, zieht Staub an
Korkleicht, gute DämpfungQualitätsunterschiede
Lederweich, hochwertigteurer, Ebenheit wichtig
Acryldirekter KontaktBauhöhe beachten
Kurz zusammengefasst

Fazit

Bei einem gut abgestimmten Serienplattenspieler gibt es keinen Zwang, die Originalmatte zu ersetzen. Wenn du wechseln möchtest, achte zuerst auf Dicke, Tellerkonstruktion und Statikverhalten. Gummi ist robust und dämpfend, Kork ein guter Mittelweg, Filz besonders unkompliziert und Acryl interessant bei entsprechendem Tellerkonzept.

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