Andover Audio erweitert sein Vinyl-Programm um den Andover-One DD. Der neue Komponenten-Plattenspieler setzt erstmals in dieser Baureihe auf einen digital geregelten Direktantrieb und kombiniert ihn mit einem 8,8-Zoll-Carbon-Tonarm, wechselbarem SME-Headshell und einem ab Werk montierten Audio-Technica AT-VM520xEB.
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Andover-One DD: neuer Direkttriebler mit Carbon-Tonarm und AT-VM520xEB

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Die wichtigsten Daten
- Antrieb: digital geregelter Direktantrieb.
- Geschwindigkeiten: 33⅓, 45 und 78 U/min.
- Tonarm: 8,8 Zoll, gerade Carbon-Ausführung; Auflagekraft, Antiskating und VTA einstellbar.
- Headshell: abnehmbar, SME-typischer Twist-Lock-Anschluss.
- Tonabnehmer: Audio-Technica AT-VM520xEB MM ab Werk.
- Komfort: optisch gesteuerter Auto-Start beim Einschwenken des Tonarms und Auto-Stop am Plattenende.
- Preis: 999 US-Dollar; in den USA seit Oktober 2026 verfügbar.
Direktantrieb ohne DJ-Fokus
Andover positioniert den One DD nicht als DJ-Laufwerk, sondern als klassischen Komponenten-Plattenspieler. Der Motor arbeitet direkt am Teller und wird elektronisch geregelt. Der Hersteller nennt eine Drehzahlgenauigkeit innerhalb von 0,2 Prozent und Wow & Flutter unter 0,15 Prozent.
Interessant ist die Kombination aus drei Geschwindigkeiten und wechselbarem Headshell. Wer neben LPs und Singles auch 78er-Platten hört, kann beispielsweise ein zweites Headshell mit passender Schellack-Nadel vorbereiten, statt jedes Mal den Tonabnehmer neu zu montieren.

Carbon-Tonarm mit echtem Upgrade-Spielraum
Der 8,8-Zoll-Tonarm bietet neben Auflagekraft und Antiskating auch eine einstellbare Tonarmhöhe beziehungsweise VTA. Das ist relevant, wenn später ein anderer Tonabnehmer mit abweichender Bauhöhe montiert wird. Laut Andover werden Systeme zwischen 2,5 und 6,2 Gramm unterstützt.
Das vormontierte Audio-Technica AT-VM520xEB gehört zur VMx-Familie. Ein praktischer Vorteil dieser Plattform ist, dass sich innerhalb der kompatiblen Nadelserie später auf höherwertige Schliffe wechseln lässt, ohne zwingend den kompletten Generator zu ersetzen.
Halbautomatisch, aber ohne Tonarm-Rückführung
Andover setzt auf kontaktfreie optische Sensoren. Wird der Tonarm über die Platte bewegt, startet der Teller automatisch. Am Ende der Seite stoppt der Motor. Der Tonarm fährt jedoch nicht selbstständig zurück – das Aufsetzen und Zurücklegen bleibt manuell.
Damit liegt das Bedienkonzept zwischen einem vollständig manuellen HiFi-Laufwerk und einem Vollautomaten. Für Hörer, die Komfort möchten, aber keine zusätzliche Mechanik am Tonarm, ist genau diese Lösung interessant.
Aufbau und Einordnung
Die Basis besteht aus einer massiven MDF-Zarge in Mattschwarz, einem gedämpften Aluminiumteller, einer Silikonmatte und höhenverstellbaren, schwingungsdämpfenden Füßen. Eine klappbare Staubschutzhaube gehört zum Lieferumfang.
Für Vinyl-Liebhaber.de ist der One DD vor allem deshalb spannend, weil er viele Merkmale verbindet, die sonst oft getrennt auftreten: Direktantrieb, 78 U/min, wechselbares Headshell, einstellbarer VTA und Komfortfunktionen. Einen deutschen Preis oder einen konkreten Deutschland-Start hat Andover zum Redaktionszeitpunkt noch nicht genannt.
Zum grundsätzlichen Vergleich der Antriebskonzepte passt unser Ratgeber Riemen- oder Direktantrieb?. Wer später ein anderes System montieren möchte, findet unter Plattenspieler richtig einstellen die wichtigsten Schritte.
Bildhinweis: Die verwendeten redaktionellen Grafiken zeigen technische Eckdaten und sind ausdrücklich keine Produktfotos.
Quellen: Residential Systems, 01.10.2026; ecoustics, 02.10.2026.



