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Vinyl weltweit: 13,7 Prozent Wachstum und das 19. Plusjahr in Folge

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Vinyl weltweit: 13,7 Prozent Wachstum und das 19. Plusjahr in Folge

Vinyl wächst nicht nur in Deutschland. Nach dem Global Music Report 2026 der IFPI stiegen die weltweiten Vinyl-Einnahmen 2025 um 13,7 Prozent. Damit verzeichnete das Format sein 19. Wachstumsjahr in Folge. Gleichzeitig legte der gesamte weltweite Markt für physische Musik um 8,0 Prozent zu.

Inhalt & Sprungmarken
  1. 19 Jahre Wachstum – aber von sehr unterschiedlichen Ausgangsniveaus
  2. Auch der physische Gesamtmarkt erholte sich 2025
  3. Streaming bleibt der eigentliche Massenmarkt
  4. Warum der globale Trend für HiFi relevant ist
  5. Deutschland folgt dem Trend – aber mit eigener Dynamik
  6. Fazit

19 Jahre Wachstum – aber von sehr unterschiedlichen Ausgangsniveaus

Die lange Wachstumsserie zeigt, dass die Rückkehr der Schallplatte kein kurzfristiger Retro-Effekt war. Trotzdem sollte man die Zahl richtig lesen: Die IFPI beschreibt Umsatzwachstum, nicht automatisch identische Stückzahlen in jedem Land. Zudem unterscheiden sich die nationalen Märkte deutlich.

In Deutschland lag die CD 2025 beim Umsatz noch vor Vinyl. In anderen wichtigen Märkten hat die Schallplatte die CD bereits früher überholt. Ein globaler Prozentwert sagt deshalb wenig darüber aus, wie die Formate in einem einzelnen Land verteilt sind.

Auch der physische Gesamtmarkt erholte sich 2025

Weltweit stiegen die Einnahmen mit physischen Tonträgern 2025 auf 5,3 Milliarden US-Dollar und damit um 8,0 Prozent. Vinyl war mit plus 13,7 Prozent der wichtigste Wachstumstreiber, aber auch CDs legten global um 3,7 Prozent zu. Musikvideos kamen auf plus 10,8 Prozent.

Das ist bemerkenswert, weil physische Medien im globalen Musikgeschäft längst nicht mehr die Hauptrolle spielen. Ihr wirtschaftlicher Wert kann trotzdem steigen, wenn Fans ausgewählte Veröffentlichungen bewusst als physische Produkte kaufen.

Plattenspieler in warmer Abendstimmung
Ob Einsteigergerät oder anspruchsvolleres Modell: Ein Plattenspieler überzeugt erst dann wirklich, wenn Bedienung, Anschluss und Aufrüstbarkeit zum Einsatzprofil passen.

Streaming bleibt der eigentliche Massenmarkt

Der gesamte weltweite Markt für aufgezeichnete Musik erreichte 2025 laut IFPI 31,7 Milliarden US-Dollar und wuchs um 6,4 Prozent. Bezahltes Streaming allein trug 52,4 Prozent zu den weltweiten Einnahmen bei; weltweit gab es 837 Millionen bezahlte Streaming-Abonnements.

Vinyl wächst also nicht, weil Streaming verschwindet. Beide Entwicklungen laufen parallel. Streaming übernimmt den alltäglichen Zugriff auf Musik, während physische Formate für einen Teil des Publikums Sammlung, Besitz, Gestaltung und bewusste Nutzung abdecken.

Warum der globale Trend für HiFi relevant ist

Ein international wachsender Vinyl-Markt schafft Planungssicherheit für Hersteller von Plattenspielern, Tonabnehmern und Phono-Zubehör. Gerade bei Verschleißteilen wie Nadeln ist ein großer aktiver Markt wichtig: Hersteller investieren eher in Modellpflege und Ersatzteilversorgung, wenn eine dauerhaft relevante Nutzerbasis vorhanden ist.

Für Käufer bedeutet das allerdings nicht, dass jedes neue Gerät automatisch sinnvoll ist. Ein stabiler Tonabnehmerstandard und langfristig verfügbare Ersatznadeln können wichtiger sein als ein kurzfristiges Feature.

Deutschland folgt dem Trend – aber mit eigener Dynamik

Der deutsche Markt entwickelte sich 2025 moderater: Vinyl legte beim Umsatz um 2,8 Prozent zu, während die Stückzahl leicht sank. Im ersten Halbjahr 2026 beschleunigte sich das Wachstum dann auf 9,8 Prozent. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zum deutschen Vinyl-Halbjahr 2026.

Kurz zusammengefasst

Fazit

13,7 Prozent globales Umsatzwachstum und 19 Wachstumsjahre in Folge machen Vinyl zu einem erstaunlich dauerhaften Teil des modernen Musikmarkts. Der größere Kontext bleibt jedoch entscheidend: Streaming dominiert den Zugang zur Musik, während Vinyl als physisches Produkt parallel wächst. Genau diese Koexistenz scheint inzwischen das stabile Marktmodell zu sein.

Quellen: IFPI Global Music Report 2026; BVMI-Zusammenfassung des Global Music Report 2026.

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