Die Musikindustrie in der Europäischen Union hat 2025 erstmals rund 6,0 Milliarden Euro mit aufgezeichneter Musik umgesetzt. Laut dem IFPI-Bericht „Music in the EU 2026“ entspricht das einem Wachstum von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Streaming bleibt dabei der zentrale Wachstumsmotor und steht für rund zwei Drittel der Einnahmen.
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EU-Musikmarkt erreicht 6 Milliarden Euro: Streaming dominiert, physische Formate bleiben relevant

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6,0 Milliarden Euro Umsatz in der EU
Die EU-Märkte steigerten ihre Einnahmen 2025 um rund 293 Millionen Euro. Zusammen stehen sie für 21,3 Prozent der weltweiten Einnahmen mit aufgezeichneter Musik. Neun der weltweit 20 größten Musikmärkte liegen laut IFPI innerhalb der Europäischen Union.
Der Bericht umfasst Einnahmen aus Streaming, CDs, Vinyl-LPs, Downloads und weiteren Bereichen des aufgezeichneten Musikmarkts. Er beschreibt damit den Musikmarkt insgesamt und nicht nur einzelne physische Formate.
Streaming steht für etwa zwei Drittel
Rund 66 Prozent der EU-Einnahmen entfallen auf Streaming. Damit ist das Geschäftsmodell auch in Europa eindeutig dominant. Für HiFi-Nutzer erklärt das, warum Netzwerkfunktionen, Streamingdienste und App-Integration heute in so vielen Verstärkern, Aktivlautsprechern und Komplettsystemen auftauchen.
Streaming als Marktführer bedeutet allerdings nicht, dass alle anderen Formate bedeutungslos werden. Der weltweite IFPI-Bericht zeigt parallel starkes Wachstum bei Vinyl und ein Plus des physischen Gesamtmarkts. Digitale Nutzung und der Kauf ausgewählter physischer Veröffentlichungen schließen sich offensichtlich nicht aus.

Europa bleibt ein wichtiger HiFi- und Musikmarkt
Dass neun der 20 größten Musikmärkte in der EU liegen, ist auch für Gerätehersteller relevant. Ein großer zahlender Musikmarkt schafft Nachfrage nach Wiedergabetechnik – von Kopfhörern und Bluetooth-Lautsprechern bis zu Netzwerkstreamern, klassischen Stereoanlagen und Plattenspielern.
Daraus lässt sich allerdings nicht direkt ableiten, welche Gerätekategorie am stärksten wächst. Der IFPI-Bericht misst Musikumsätze, nicht den Absatz von Lautsprechern oder Verstärkern. Für den HiFi-Markt ist er deshalb ein Kontextsignal, keine Geräteverkaufsstatistik.
Streaming und Vinyl bedienen unterschiedliche Bedürfnisse
Die Marktstruktur macht die heute typische Mischform verständlich: Streaming liefert schnellen Zugang, Playlists und nahezu unbegrenzte Auswahl. Vinyl oder CD bieten physischen Besitz und ein bewusst ausgewähltes Album. Viele Musikfans nutzen deshalb mehrere Formate parallel statt sich dauerhaft für nur eines zu entscheiden.
Wer Streaming in eine bestehende Anlage integrieren möchte, findet in unserem Ratgeber Netzwerkstreamer richtig auswählen die wichtigsten Anschlüsse und Plattformfragen. Die Entwicklung von Spotify Lossless ordnen wir separat in unserem Technologie-Update ein.
Was wir aus den Zahlen nicht herauslesen sollten
Ein wachsender Musikmarkt bedeutet nicht automatisch, dass Konsumenten mehr einzelne Tonträger kaufen oder mehr Geld für HiFi-Hardware ausgeben. Streaming-Abonnements verändern die Umsatzlogik grundlegend. Ebenso sagt ein hoher Streaminganteil nichts über die bevorzugte Klangqualität einer einzelnen Person aus.
Für Marktbeobachtung ist deshalb die Kombination verschiedener Daten sinnvoll: Musikumsätze zeigen, wie Inhalte bezahlt werden; Verkaufszahlen physischer Formate zeigen Sammler- und Besitztrends; Geräte- und Messedaten zeigen, wie Hersteller auf neue Nutzungsszenarien reagieren.
Fazit
6,0 Milliarden Euro Umsatz und 5,1 Prozent Wachstum zeigen, dass der europäische Markt für aufgezeichnete Musik weiter zulegt. Streaming ist mit rund zwei Dritteln der Einnahmen der klare Kern. Gleichzeitig bleibt genug Raum für physische Formate und unterschiedliche Hörgewohnheiten – genau diese Mischung prägt auch den heutigen HiFi-Markt.
Quelle: BVMI: IFPI „Music in the EU 2026“ vom 9. September 2026.



